8 positive Charaktereigenschaften, die dein Leben verbessern

In diesem Artikel geht es um 8 positive Charaktereigenschaften, die bedauerlicherweise etwas aus der Mode gekommen sind.

Nichtsdestotrotz, wenn du ein Leben ohne Komplikationen und Drama führen möchtest und dir stattdessen Ruhe und Stabilität wünscht, dann bist du hier richtig.

Du warst noch nie jemand, der mit dem Strom geschwommen ist und du sehnst dich nach allgemeingültigen, zeitlosen Prinzipien, die du stetig in deinem Leben anwenden kannst?

Dann lies auf jeden Fall weiter!

Was bedeutet das Wort Charakter?

Der Duden definiert Charakter als „individuelles Gepräge eines Menschen durch ererbte und erworbene Eigenschaften, wie es in seinem Willen und Handeln zum Ausdruck kommt“.

Der Charakter ist also nichts anderes als die Persönlichkeit eines Menschen.

Positive Charaktereigenschaften: Was versteht man darunter?

Nun, in der westlichen Welt ist das Weltbild jahrtausendelang vom Christentum beherrscht worden.

Im Christentum werden Gut und Böse ständig thematisiert.

Unsere Ideen darüber, was ein guter Charakter ist, ist also (noch) weitgehend von christlichen Werten bestimmt.

Ich sage bewusst „noch“, weil das Abendland sich leider immer mehr von Gott und der Bibel abwendet und daher die christlichen Werte in der Zukunft eine immer geringere Rolle spielen werden.

Positive Charaktereigenschaften: Ist das Streben danach überhaupt noch zeitgemäß?

Auch wenn die aus dem Christentum abgeleiteten positiven Charaktereigenschaften derzeit aus der Mode zu kommen scheinen, haben sie jedoch einen innewohnenden, zeitlosen Wert, ähnlich wie Gold.

Goldschmuck ist mal in, mal out, das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Gold immer wertvoll war, wertvoll ist und auch in der Zukunft wertvoll bleiben wird.

Es gibt keinen einzigen Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit, wo Gold wertlos war.

Das Abendland hat außerdem von allen Regionen dieser Erde den größten Wohlstand und die größte Freiheit des Individuums hervorgebracht.

Positive Charaktereigenschaften haben wesentlich zum Aufbau der westlichen Welt beigetragen.

Wenn dir etwas an Wohlstand und Freiheit liegt, solltest du dich unbedingt mit ihnen beschäftigen.

Ein guter Charakter …

… ist die Basis für gute persönliche Lebensentscheidungen und führt dadurch zu Ordnung und Stabilität in deinem Privatleben.

… hilft dir im Umgang mit anderen Menschen Vertrauen und Respekt aufzubauen.

… motiviert andere Menschen dazu, an ihrem eigenen Charakter zu arbeiten.

… unterstützt den Aufbau einer gesunden und funktionierenden Gesellschaft.

OK, wie kannst du also damit anfangen, nach einem guten Charakter zu streben?

Schau dir dazu diese Liste mit 8 positiven Charaktereigenschaften für ein besseres Leben an:

1. Aufmerksamkeit

Diese Charaktereigenschaft ist sicher noch nie so stark herausgefordert worden wie in unserem Multi-Media-Zeitalter.

Es wird immer schwieriger in Gesprächen die volle Aufmerksamkeit eines anderen Menschen zu erhaschen.

Ständig  piept oder klingelt irgendwo etwas, was ihn von dir ablenken kann.

Ich finde es auch immer traurig mitanzusehen, wie Mütter in der Öffentlichkeit lieber ihr Handy scrollen anstatt sich um ihre Kinder zu kümmern.

Auch ich bin hier nicht ohne Makel, so habe ich mich bis vor kurzem beim Abendessen immer von YouTube unterhalten lassen, statt mich auf mein Essen zu konzentrieren.

Was letztendlich hinter dieser kurzen Aufmerksamkeitsspanne steckt, ist die Sucht nach Dopamin.

Wir sind praktisch alle süchtig nach neuen Reizen, da dies in unserem Gehirn Dopamin ausschüttet und uns kurzfristig glücklich macht!! [-> Anleitung zum Dopamin-Fasten]

Langfristig hat dies natürlich mega negative Konsequenzen für unsere Beziehungen zu anderen Menschen und auch für unsere Produktivität.

Auch das Lernen fällt uns immer schwerer, weil wir uns durch den ständigen Medienkonsum eine kurze Aufmerksamkeitsspanne selbst antrainiert haben.

Das Einzige, was dagegen hilft, ist sich bewusst nicht ablenken zu lassen, sondern wichtigen Tätigkeiten immer die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Monotasking statt Multitasking!

Das schönste Geschenk, was du einem anderen Menschen machen kannst, ist ihm deine volle Aufmerksamkeit zu widmen.

Wenn du also mit jemandem telefonierst, schiele nicht noch mit einem Auge auf den Fernseher, wenn du mit Freunden ausgehst, lass das Handy in der Tasche und rede mit ihnen statt auf dein Handy zu starren.

Texte nicht bei einem Date, geh mal ne Runde spazieren ganz ohne Elektronik, lies mal ein richtiges Buch komplett zu Ende.

Lerne vollkommene Stille auszuhalten und deinen eigenen Gedanken zu lauschen, statt ständig die Gedanken anderer Menschen zu konsumieren.

2. Zufriedenheit

Wir werden täglich von Pressemeldungen über Stars und Sternchen und deren hochtrabenden Lebensstilen bombardiert, und auf Social Media zeigen uns die Welt bereisende Influencer wie das ideale Leben aussieht.

Dagegen sieht das eigene Leben oftmals ziemlich unspektakulär, ja geradezu langweilig aus.

Es ist sehr leicht vor diesem Hintergrund unzufrieden mit sich selbst zu sein und sich über die eigene Lebenssituation zu beschweren.

Das Gras ist jedoch immer grüner auf der anderen Seite.

Letztendlich weißt du nicht wie es den anderen Menschen wirklich geht, auch wenn sie reich sind und um die Welt jetten.

Jäte das Unkraut auf deiner eigenen Rasenfläche, statt neidische Blicke auf andere Grundstücke zu werfen, da hast du viel mehr von.

Sei glücklich mit dem, was du hast („Count your blessings!“).

Unzufriedene Menschen haben außerdem eine negative Ausstrahlung, was nicht sonderlich anziehend wirkt.

Glücklich sein: Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben*

3. Höflichkeit

Als jemand der regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann ich bezeugen, dass Unhöflichkeit in den letzten Jahrzehnten unglaublich angestiegen ist.

Das Wort „Entschuldigung“ scheint für viele ein völliges Fremdwort zu sein, lieber schubst man den Vordermann aus dem Weg um noch rechtzeitig rauszuspringen bevor der Bus weiterfährt.

Drängeln und Stoßen sind leider zur Norm in Bus und Bahn geworden.

Es gab auch mal den unseligen Trend die Beine hochzulegen und die Schuhe dabei auf den gegenüberliegenden Sitz zu legen.

Die meisten Verkehrsmittelbetreiber haben darauf jedoch mit veränderter Anordnung der Sitze reagiert, sodass dieses Phänomen nur noch selten beobachtbar ist.

Und ich bin ja ein großer Hundefan, aber seinen Hund mit seinem Fell und schmutzigen Pfoten auf einen für Menschen gedachten Sitzplatz zu setzen ist echt ein absolutes No-Go!

Das Gleiche gilt für Kleinkinder.

Auch die haben mit ihren Straßenschuhen nicht auf einem Sitzplatz zu stehen!

Rücksicht und gewisse Manieren gehören für ein reibungsloses Miteinander nun mal dazu, und je früher man sie lernt, desto besser.

Das erspart einem so manchen unnötigen Konflikt mit der Umwelt.

Leider sind schlechte Manieren wie ein Sog, der dich mit in den Abgrund reißt.

Wenn du ständig von Menschen, die unhöflich sind, umgeben bist, dann wirst auch du dir mit der Zeit automatisch einiges davon aneignen.

Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.

Da kann man nur gegen steuern, in dem man sich von Zeit zu Zeit daran erinnern lässt, was gute Manieren eigentlich sind, z.B. durch dieses Buch:

Der neue Taschen-Knigge: Gute Umgangsformen in jeder Lebenslage*

4. Zuverlässigkeit

Wenn ein Mensch als zuverlässig beschrieben wird, dann bedeutet das, dass er verantwortungsvoll und vertrauenswürdig ist und ich mich auf ihn verlassen kann.

Es soll in der Vergangenheit mal Zeiten gegeben haben, wo es üblich war, Geschäfte per Handschlag abzuschließen, ohne Rechtsanwälte und Verträge.

Man konnte sich einfach so auf das Wort eines anderen verlassen.

Wenn die Person ihr Wort nicht gehalten hätte, hätte sie in ihrer Nachbarschaft, ihrem Dorf oder Stadtteil als unehrenhaft gegolten, wäre eventuell sogar aus der Gemeinschaft ausgestoßen worden.

Der „gute Name“ dieses Menschen hätte Schaden genommen.

In unserer heutigen Gesellschaft ist der Ehrbegriff fast komplett flöten gegangen.

Die Folge ist allgemeines Misstrauen anderen Menschen gegenüber und dadurch mehr Arbeit für Rechtsanwälte, die sich komplizierte Verträge ausdenken müssen und sich diese Arbeit teuer bezahlen lassen.

Das Problem bei unzuverlässigen Menschen ist, dass sie irgendwann keiner mehr so richtig ernst nimmt.

Diese Menschen sind nicht sonderlich hoch angesehen und andere fühlen sich ihnen gegenüber kaum verpflichtet, ihr Wort zu halten.

Was kannst du tun, um in deinem Umfeld als zuverlässig zu gelten?

Halte dich einfach an deine Versprechen.

Dein Ja sei dein Ja, dein Nein sei dein Nein. (Vgl. Bibel, Matthäus 5:37).

Zuverlässigkeit gehört in unserer Gesellschaft leider zu den eher langweiligen, uncoolen Werten, das heißt, dass du nicht unbedingt in deiner Beliebtheit steigst, nur weil du dich immer an dein Wort hältst.

Wenn du zuverlässig bist, hält dir das in erster Linie eine Menge Probleme vom Hals, dein Leben wird stabiler und geordneter und du bist nicht ständig im Drama-Mode, weil alle ständig von dir enttäuscht sind.

5. Fleiß

Ein weiterer uncooler und langweiliger Wert in unserer heutigen, stark auf den äußeren Schein fixierten Gesellschaft ist Fleiß.

Würde es jedoch nur prätentiöse Schwätzer geben, würde die ganze Arbeit liegenbleiben.

Mit Fleiß ist es ähnlich wie mit einem Bausparvertrag.

Nicht sonderlich aufregend, aber auf Dauer gibt es zuverlässig Steuernachlässe und Zinsen.

Auch für fleißige Menschen kommt unweigerlich der Tag, an dem sie die Früchte ihrer harten Arbeit ernten.

Ohne Fleiß kein Preis!

6. Loyalität

Loyale Menschen halten fest zu ihren Freunden und unterstützen sie, wo immer sie können.

Illoyale Menschen verraten und verkaufen ihre Freunde, weil ihnen etwas anderes wichtiger ist.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, kann ich mich an eine sehr illoyale sogenannte „beste Freundin“ zurückerinnern, die in der Öffentlichkeit nie wirklich zu mir stand.

Wenn wir alleine waren, lief alles super, aber in der Schule hat sie sich auch schon mal mit anderen gegen mich verbündet.

Ich habe das damals alles nicht so richtig verstanden, aber heute weiß ich, dass die Wurzel ihres miesen Verhaltens Feigheit war.

Bei anderen beliebt zu sein war ihr wichtiger als eine gute Freundin zu sein.

Sie hatte anscheinend gedacht, dass sie in der schulischen Hackordnung aufsteigt, wenn sie sich mit meinen Feinden zusammentut.

Unsere „Freundschaft“ ist aus diesem Grund  zerbrochen.

Loyalität ist ein unglaublich kostbarer Wert, der Beziehungen stärkt und aufrechterhält.

Menschen die loyal sind, ersparen sich außerdem eine Menge Stress und Drama, denn wer andere verrät, fliegt irgendwann auf und zieht die Enttäuschung und Wut dieser Menschen auf sich.

7. Diskretion

Wir leben schon in einer seltsamen Welt.

Was früher als peinlich galt, wird heute stolz in die Welt hinausposaunt.

Zurückhaltung war gestern, heute macht man mit privaten Sex-Tapes Millionen!

Jede Art von Publicity ist anscheinend gute Publicity.

Aber irgendwie landen solche Leute am Schluss doch immer im Dschungelcamp und müssen in Kakerlaken baden und Regenwürmer essen.

Auch Normalos gehen dank Social Media immer unachtsamer mit eigenen und fremden Informationen um.

Es ist halt sehr leicht, lustige Partybilder auf denen man betrunken herum wankt, auf Instagram zu veröffentlichen, das Problem ist nur, dass sobald die Info raus ist, man keinerlei Kontrolle mehr darüber hat, wo sie überall landen kann.

Diskretion ist die Fähigkeit, sich verschwiegen, taktvoll und unauffällig zu verhalten, ohne persönliche oder private Informationen herumzuerzählen oder anderweitig zu veröffentlichen.

Wenn du nicht auf Skandale stehst und nicht möchtest, dass die Leute hinter deinem Rücken dein Privatleben diskutieren, dann solltest du dir Diskretion zu Tugend machen.

8. Bescheidenheit

Bescheidene Menschen vermeiden es, über ihre Fähigkeiten und Besitztümer zu reden.

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“, so lautet jedoch das Motto unserer Zeit.

Wir können praktisch überall sehen, egal ob in Beruf oder Privatleben, dass diejenigen Menschen, die sich gut verkaufen können, Erfolg haben.

Ich denke auch, dass man sein Licht nicht unter einen Scheffel stellen sollte, aber gleichzeitig sollte man es auch nicht übertreiben.

Während frühere Generationen gesagt haben: „Eigenlob stinkt“, sind wir heute zum anderen Extrem gewechselt und finden Egomanie und Selbstbeweihräucherung völlig normal und vielleicht sogar bewundernswert.

Irgendwann wirken Menschen, die ständig in ihrer eigenen Großartigkeit schwelgen, jedoch ermüdend und unangenehm auf ihr soziales Umfeld und wenn sie zu Fall kommen, ziehen sie Schadenfreude auf sich.

Bescheidene Menschen werden von ihrer Außenwelt deutlich angenehmer im Umgang wahrgenommen als Leute, die ständig prahlen.

Es ist außerdem gefährlich über seinen Besitz zu reden, weil dies Kriminelle auf einen aufmerksam machen kann.

Langfristig leben bescheidene Menschen ruhiger und sicherer als solche, die ständig ihre Fähigkeiten und ihren Wohlstand herauskehren.


Wie bei allen Dingen macht Übung den Meister.

Wenn du also deine Persönlichkeit nachhaltig positiv verändern möchtest, dann solltest du damit anfangen, die oben genannten Charaktereigenschaften im Alltag zu praktizieren.

Suche die Charaktereigenschaft heraus, wo du das größte Defizit verspürst und überlege, wie du sie in Beruf und Privatleben anwenden kannst.

Du könntest zusätzlich jeden Abend in einem Tagebuch darüber reflektieren, wie gut dir die Umsetzung der positiven Charaktereigenschaft den ganzen Tag hindurch gelungen ist.